Alles klar Abwässer unter Kontrolle
Kanalisation
Das ab Mitte des 19. Jahrhunderts aufgebaute Kanalnetz sollte die Abwässer und Fäkalien schnell und abgedeckt in den nächsten Fluß leiten.Da Kläranlagen bis Anfang des 20. Jahrhunderts selbst in den Städten fehlten, kam es punktuell zu starken Gewässerbelastungen, die durch Industriebetriebe oft noch verstärkt wurden. Die Selbstreinigungskraft der Gewässer war aber in der Regel groß genug, um diese Belastungen nach einer gewissen Fließstrecke wieder auszugleichen. Dies galt auch noch bis in die Nachkriegsjahre.
Abwasserreinigung und Gewässergüte
In den 50er und 60er Jahren begann man auch in ländlichen Bereichen zunächst aus Gründen der Ortshygiene Kanäle zu bauen.
Die Verunreinigungen der Bäche und Flüsse waren allerdings sehr stark, da neben Fäkalien zunehmend chemische Substanzen zur Gewässerbelastung beitrugen.
In den 70er Jahren nahmen die Gewässerverunreinigungen zu. Weitere Kläranlagen wurden gebaut.
Die Verunreinigungen der Bäche und Flüsse waren allerdings sehr stark, da neben Fäkalien zunehmend chemische Substanzen zur Gewässerbelastung beitrugen.
In den 70er Jahren nahmen die Gewässerverunreinigungen zu. Weitere Kläranlagen wurden gebaut.
Bis 1990 waren 94% der Bevölkerung an Kläranlagen angeschlossen, die überwiegend über biologische und mechanische Reinigungsstufen verfügten.
Seit den 90er Jahren begann man eine dritte Reinigungsstufe zur Phosphor- und Stickstoffelimination in den Kläranlagen zu bauen.
Mit dem stetigen Ausbau der Kläranlagen und der Minderung des Schadstoffeintrages an der Quelle hat sich die Gewässergüte wieder deutlich verbessert. Auch die landwirtschaftliche Verwertung der Klärschlämme bleibt großteils weiterhin möglich. Die Fäkalien, die jahrhundertelang oft direkt landwirtschaftlich verwertet wurden, gelangen somit über den Umweg Kanal und Kläranlage wieder auf die Felder.
Die neueste Gewässergütekarte ist beim Bayerischen Umweltministerium im Internet unter www.bayern.de/stmlu/wasser zu finden.




