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Abfallzahlen 2016: Nur noch wenig Futter für die graue Mülltonne (erstellt am: 03.07.2017)
Landkreis Kitzingen. Die Abfallzahlen für das Jahr 2016 können sich sehen lassen. Mit einer Verwertungsquote von knapp 81 Prozent sind die Kitzinger Bürgerinnen und Bürger wieder ganz vorne mit dabei, wenn es um die richtige Abfalltrennung geht.

Mit Spannung erwartet

«Die Abfallzahlen vom Vorjahr erwarten wir jedes Mal mit Spannung», sagt Philipp Kuhn, Chef der Kommunalen Abfallwirtschaft am Landratsamt. Abfallberater Harald Heinritz erfasst seit vielen Jahren akribisch die einzelnen Abfallströme, prüft sie und stellt sie dann zur gesetzlich geforderten Abfallbilanz für den Landkreis Kitzingen zusammen. «Die Zahlen für das Jahr 2016 machen uns natürlich wieder viel Freude, zeigen sie uns doch, dass unsere Bürgerinnen und Bürger nach wie vor eine hohe Motivation und großes Engagement bei der Abfalltrennung an den Tag legen», lautet das Fazit von Kuhn mit Blick auf die aktuelle Bilanz. «Und dafür möchten wir uns ganz herzlich bei allen, die dabei mitmachen, bedanken», so Kuhn weiter.

81 Prozent der Abfälle gingen in die Verwertung

Trotzdem, Abfälle gibt es im Landkreis Kitzingen immer noch genug. 2016 kamen insgesamt etwas über 46 000 Gewichtstonnen zusammen, was einem Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Heruntergebrochen auf den Durchschnittslandkreisbürger sind das 521 Kilogramm pro Einwohner. Sehr positiv, dass 421 Kilogramm (oder in der Summe rund 37.000 Tonnen) davon in der Wertstoffsammlung landeten, sodass am Ende lediglich 100 Kilogramm (in der Summe knapp 9.000 Tonnen) entsorgt werden mussten.

«Grüne Fraktion» wieder an der Spitze

Bei den Wertstoffen hatte die «grüne Fraktion» wieder die Nase vorn. Pro Einwohner wurden 120 Kilogramm an Grün- und Gartenabfällen gesammelt; dazu kamen noch 108 Kilogramm an organischen Abfällen aus der Biotonne. Gut gefüllt waren auch die blauen Papiertonnen. Zusammen mit den Abgabemöglichkeiten am Wertstoffhof und den gemeindlichen Wertstoffsammelstellen konnten im letzten Jahr pro Einwohner 84 Kilogramm an Papier und Kartonagen eingesammelt und sinnvoll verwertet werden.

Graue Tonne bekommt wenig zu schlucken

«Der positive Effekt der konsequenten Mülltrennung ist natürlich, dass die graue Restabfalltonne nur noch wenig zu schlucken bekommt», erläutert Abfallberater Heinritz die Entsorgungsseite der Abfallbilanz. Im vergangenen Jahr mussten lediglich rund 8.800 Gewichts­tonnen an nicht verwertbaren Abfällen ins Müllheizkraftwerk nach Würzburg transportiert werden. Pro Einwohner sind das ganze 75 Kilogramm vom gesamten Müllkuchen von 521 Kilogramm, die in der grauen Tonne landeten. Wieder etwas weniger als noch im Jahr zuvor und kein Vergleich zu den Zeiten vor Einführung des Ident-Systems, wo Mengen um die 100 Kilogramm üblich waren.

Kompletter Bericht

Der Bericht zur Abfallbilanz steht hier zum Download zur Verfügung.



Fotot: Daniel Schoenen / Photocase.com

 


Autor:
Reinhard Weikert
Landkreis Kitzingen
09321 928-1201
reinhard.weikert@kitzingen.de
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