Fast ohne Worte: Abfalltrennhilfe für Flüchtlinge

Den leeren Joghurtbecher in den gelben Wertstoffsack, die Essensreste in die braune Tonne und die Zeitung vom Vortag in die blaue. Die getrennte Sammlung von Abfällen ist keineswegs weltweit üblich. Denn während die richtige Sortierung des Mülls für unsereins mittlerweile selbstverständlich ist, stehen gerade ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger oft ratlos vor den bunten Tonnen.

Hilfestellung in 8 Sprachen
Um Flüchtlingen und Zuwanderer auch bei der richtigen Abfalltrennung eine Hilfestellung an die Hand zu geben, hat die Arbeitsgemeinschaft Abfallberatung Unterfranken ein mehrsprachiges Informationsfaltblatt herausgebracht. Die Arbeitsgemeinschaft der Abfallberaterinnen und Abfallberater in den unterfränkischen Städten und Landkreisen existiert seit mittlerweile seit 25 Jahren und hat schon mehrfach erfolgreiche Gemeinschaftsprojekte realisiert. Mit ihrem neusten Vorhaben will die Arbeitsgemeinschaft praktische Lebenshilfe zu leisten. Die kleine Broschüre zur Mülltrennung arbeitet hauptsächlich mit Abbildungen und kommt mit sehr wenig Text aus. Die kurzen Erläuterungen sind ins Englische, Französische, Russische, Ukrainische, Türkische, Albanische, Arabische und Persische übersetzt.

Beitrag zur Integration
Damit Flüchtlinge und Zuwanderer in unsere Gesellschaft gut integriert werden können, ist es unverzichtbar, dass neben der Sprachschulung auch wichtige Alltagsabläufe und Lebensstile vermittelt werden. Zwar denkt man, wenn es um konkrete Hilfe bei der Integration von Flüchtlingen geht, nicht unbedingt zuerst an das Thema Abfall. Auch ist die Mülltrennung wohl nicht die größte Sorge von Menschen, die wegen Krieg und Not aus ihrer Heimat geflüchtet sind. Allerdings kann es durchaus zu Konflikten kommen, wenn sich der Müll vorm Haus stapelt, weil die Hausbewohner nicht wissen, wie das mit der Abfallentsorgung bei uns so funktioniert. Und spätestens nach der Anerkennung/Duldung gehört die richtige Mülltrennung zum Leben bei uns einfach dazu.

Koordinierte Verteilung
Bei der Verteilung des Infoblatts arbeiten Abfallberatung und Koordinationsstelle für Migranten/Flüchtlinge in den jeweiligen Landkreisen, Städten und Gemeinden eng zusammen. Der kleine Flyer kann zudem über die Homepage der jeweiligen Abfallwirtschaftsstelle oder direkt auf dieser Seite heruntergeladen werden. Wer momentan selbst Flüchtlinge betreut oder in seiner Nachbarschaft bzw. in seinem Bekanntenkreis Menschen kennt, die in der Flüchtlingshilfe tätig sind, kann die Sortierhilfe selbstverständlich auch direkt über die Abfallberater der Landkreise und Städte anfordern.

 
Hier können die jeweiligen Abfalltrennhilfen heruntergeladen werden:
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