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Nur noch 68 Kilogramm Müll in der grauen Tonne

(erstellt am: 18.07.2018)

Landkreis Kitzingen. Die Abfallzahlen für das Jahr 2017 warten mit einer neuen Bestmarke beim Restabfall auf. Pro Einwohner landeten im Durchschnitt nur noch 68 Kilogramm Müll in der grauen Restabfalltonne. So gut war der Landkreis Kitzingen noch nie.


Lob von der Kreischefin

Landrätin Tamara Bischof ist stolz auf dieses Ergebnis. «Da müssen wir uns bei allen engagierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern ganz herzlich bedanken, die tagtäglich ihr Bestes geben, um Müll zu vermeiden, und ihren Abfall bestmöglich zu trennen.»

Nach Auffassung der Kreischefin bestätigen die guten Abfallzahlen der letzten Jahre aber auch das wegweisende Abfallwirtschaftskonzept des Landkreises Kitzingen. «Mit seiner Hilfe können wir unseren Bürgerinnen und Bürgern ein gut ausgebautes Netz an Wertstoffsammelsystemen anbieten. Gleichzeitig fördern wir mit unserem Identsystem gezielt die Motivation, Abfälle zu vermeiden und Wertstoffe möglichst aus der grauen Restabfalltonne zu verbannen. Und das alles zu vergleichsweise günstigen Abfallgebühren.»

Restabfall im Rückwärtsgang

Ein Blick zurück in die Vergangenheit veranschaulicht die Anstrengungen und Erfolge, den Müll in der grauen Tonne schrumpfen zu lassen.

1987 befand sich auch im Landkreis Kitzingen die getrennte Sammlung von Abfällen noch in den Kinderschuhen. Am Haus stand damals einzig die Restabfalltonne, die jede Woche geleert wurde. Dementsprechend hoch waren die Müllmengen, die in der grauen Tonne landeten: Pro Einwohner kamen im Durchschnitt stolze 261 Kilogramm zusammen. Hochgerechnet auf den gesamten Landkreis summierte sich dies auf 21.000 Tonnen im Jahr, die ins Müllheizkraftwerk nach Würzburg wanderten.

Mit der landkreisweiten Einführung der Biotonne, die anfangs nicht nur Freunde hatte, änderte sich die Situation grundlegend. 1994 wurden bereits lediglich noch 123 Kilogramm Restabfall pro Kopf registriert und zwei Jahre später gelang es bereits, die damals magisch erscheinende Grenze von 100 Kilogramm zu unterschreiten.

In der ersten Dekade des neuen Jahrtausends tat sich zunächst wenig. Das änderte sich im Jahr 2010, als der Landkreis das Identsystem einführte, mit dessen Hilfe man die Häufigkeit der Leerung von Restabfall- und Biotonne ein gutes Stück weit selbst steuern konnte. Der positive Effekt des neuen Systems machte sich auch gleich bei den Restabfallmengen bemerkbar, die auf durchschnittlich 79 Kilogramm pro Einwohner zurückgingen. 2017 nun die neue Bestmarke von nur noch 68 Kilogramm pro Kopf.

2017: Hervorragende Recyclingquote

Der wenige Müll in der graue Tonne und ein Plus bei der Sammlung von Wertstoffen bescherten dem Landkreis Kitzingen für das abgelaufene Jahr 2017 eine hervorragende Recyclingquote von 82 Prozent. Heruntergebrochen auf die einwohnerspezifischen Abfallmengen bedeutet das, dass vom Gesamtaufkommen von 519 Kilogramm an Abfällen, die jeder Einwohner im Schnitt im vergangenen Jahr produzierte, 426 Kilo verwertet werden konnten und nur noch ganze 93 Kilogramm entsorgt werden mussten (siehe unten stehende Grafik).

Die «Schwergewichte» innerhalb des Wertstoffkuchens waren wieder die Grünabfälle (140 Kilo pro Kopf), die Abfälle aus der Biotonne (96 Kilo pro Kopf) und die Papierabfälle (82 Kilo pro Kopf).

Zum Nachlesen

Der ausführliche Bericht zur Abfallbilanz 2017 des Landkreises Kitzingen lässt sich hier auf der Homepage der Kitzinger Abfallwirtschaft herunterladen. Dort findet man auch die Berichte zu den Abfallzahlen der Vorjahre.

Autor:
Reinhard Weikert
Landkreis Kitzingen
09321 928-1201
reinhard.weikert@kitzingen.de
Foto: Christian Daum / pixelio.de
Grafik: Reinhard Weikert / Landratsamt Kitzingen
Grafik: Reinhard Weikert / Landratsamt Kitzingen