Landkreis Aschaffenburg. Im September und Oktober findet die bundesweite Biotonnenkontrollaktion der Initiative #wirfürbio statt. An dieser Aktion beteiligt sich auch der Landkreis Aschaffenburg.
Kontrolliert wird im Zeitraum vom 22. September bis 2. Oktober. Ziel ist es, die Qualität der Bioabfälle zu verbessern und das Bewusstsein für nachhaltige Abfallwirtschaft zu stärken.
Die Kontrollen werden von einem externen Dienstleister unter Mitwirkung der Abfallwirtschaft des Landratsamtes durchgeführt. Mit einer Sichtkontrolle wird die Qualität der Biotonnen in drei Kategorien eingeteilt:
Wichtig ist, dabei zu erwähnen, dass bei der Aktion keine Biotonnen unentleert stehen bleiben. Die Aktion soll im ersten Schritt eine Übersicht der Störstoffsituation schaffen sowie die Bürgerinnen und Bürger für das Thema sensibilisieren.
Mit der neuen Bioabfallverordnung gelten seit Mai 2025 bundesweit strengere Grenzwerte für Störstoffe in der Biotonne. So sind maximal ein Prozent Plastik und maximal drei Prozent Fremdstoffe in Bioabfällen erlaubt, wobei in der Biotonne grundsätzlich keine Fremdstoffe enthalten sein sollten.
Fremdstoffe im Biomüll sind ein Problem, da diese beispielsweise die Herstellung von sauberem Kompost verhindern. Bioabfall ist ein wertvoller Rohstoff, da daraus unter anderem Wärme und Strom gewonnen werden kann. Bioabfälle, die im Landkreis gesammelt werden, kommen dann zur Gesellschaft für Bioabfallwirtschaft in Landkreis und Stadt Aschaffenburg – kurz GBAB. Hier entsteht bei der Vergärung des Bioabfalls Biomethangas, das in Strom und Wärme umgewandelt wird. Die GBAB generiert damit jährlich rund drei Millionen Kilowattstunden Strom, womit über 750 4-Personen-Haushalte mit elektrischer Energie versorgt werden können.
Weitere Infos zur Biotonnenkontrolle im Landkreis sind unter www.landkreis-aschaffenburg.de/Biomüll zu finden.